Crowdfunding Crowdlending – Was ist das

Was ist Crowdlending

Beginnen wir mit dem Wort Crowd = Masse von Menschen mit einem gemeinsamen Ziel. Lending bezeichnet eine Kreditform durch private Kreditgeber. Beim Crowdlending schliessen sich also eine Gruppe von privaten Geldgebern zusammen um ein Projekt zu finanzieren. Zinsen und Tilgung werden individuell verhandelt. Vorteil hier: Banken bleiben aussen vor. Privatpersonen sind leichter für eine Sache zu begeistern und der Kredit ist unter Umständen preiswerter und flexibler. Da die Last auf vielen Schultern liegt, ist das Risiko des einzelnen Kreditgebers minimiert.

Was ist Crowdfunding

Beim Crowdfunding handelt es sich im Gegensatz zum Crowdlending nicht um einen Kredit, sondern eher um eine Investition, zum Teil sogar als Spende zu betrachten. Jemand stellt der Crowd sein Projekt vor. Wem das Projekt gefällt, der kann eine bestimmte Summe „verschenken“, „spenden“ oder „investieren“. Dabei gibt es verschiedene Arten des Energieausgleiches. Meist wird nicht erwartete Geld wieder zurück zu erhalten. Es sei denn die Geldgabe wird als Investition ausgelegt und mit einer Gewinnbeteiligung vergütet. Setzt voraus das das Projekt Gewinn abwirft.

In den meisten Fällen geht es aber nicht um Gewinn zu erzielen, sondern tatsächlich um ein Projekt umzusetzen. Besonders Künstler profitieren vom Crowdfunding. „Stromberg“® ist in Deutschland wohl ein bekanntes Filmprojekt, welches mithilfe von Crowdfunding finanziert wurde. Als Geldgeber bekommt man häufig ein Dankeschön in Form von Naturalien. Sei es den Film als Erstausgabe auf DVD vor allen anderen mit persönlicher Widmung, eine Vorführung nur für Investoren vor der offiziellen Premiere, oder ein Essen mit dem Star des Filmes oder ähnliches. Hier findest Du ein paar Beispiele aus dem Jahr 2012.

 

Auf jeden Fall sind diese Formen der Geldbeschaffung eine echte Alternative zu Banken und der Oma. Auf den großen Plattformen werden natürlich auch Regeln aufgestellt, an die man sich zu halten hat. Es entstehen bei erfolgreicher Finanzierung auch Kosten, heisst die Plattform nimmt sich einen kleinen Teil des Kuchens. Wenn man ein Projekt einstellt, gibt man den Zeitraum für die Finanzierungsrunde an. Meist muss eine Zielsumme angegeben werden, bei der das Projekt umgesetzt werden kann. Wird diese erreicht bzw. überschritten… wunderbar. Wird die Zielsumme nicht erreicht, wird das Geld zurück gegeben und nichts passiert weiter.

Vorteil von Crowdfunding-Plattformen ist natürlich die Reichweite durch das Social Marketing der Betreiber. Oft haben diese Seiten eine große treue und vor allem aktive Community. Das garantiert eine virale Verbreitung, wenn das Projekt bei der Masse ankommt. Manchmal reicht schon ein Prominenter, der das auf seinem Facebook®-Profil oder auf Twitter® teilt und dann geht die Post ab. Es lohnt sich auf jeden Fall über diese Form der Geldbeschaffung nachzudenken. Interessant für StartUp´s, Künstler, Wissenschaftler und Studenten, für verrückte Lebenskünstler und alle mit einer coolen Idee.

Privates Crowdfunding

Nun was ist aber mit dem kleinen Mann, der keine große Idee hat. Was ist mit all denen, die auch Träume haben und diese umsetzen würden, wenn das Geld da wäre. Doch sind diese Ideen manchmal zu einfach, als das irgendjemand einen Pfifferling drauf geben würde. Es sind oft nicht die Projekte, die auf einer der bekannten Seiten eingestellt werden können, weil sie nicht in den Rahmen passen. Genau dafür gibt es seit kurzem eine Community, die da Thema Crowdfunding anders angeht und sich einer steigenden Anzahl an Mitgliedern freut. Egal welches Projekt man träumt: Der neue Computer, die Garage, der ersehnte Porsche® oder eine Reise. Hier kann jeder sein Projekt einstellen. Es gibt nur eine Bedingung: Du musst einem anderen Projekt bei der Umsetzung helfen, dann kannst Du auch Geld einsammeln für Dein Projekt.

Eins haben alle Formen von Crowdfunding und Crowdlending Plattformen gemeinsam…

… und das ist: Der Projektersteller muss sich um die Erstellung des Projektes kümmern und natürlich ordentlich die Trommeln rühren. Die Plattformen sind nur ein Tool. Bekannt machen musst Du Dein Projekt schon selber. Große Communities sind dabei natürlich hilfreich.

Bei Interesse bei mir melden.

1 Comment

  1. Thomas

    Ein sehr informativer Artikel mit einer guten Erklärung. In diesem Bereich kommen ja doch immer wieder Fragen auf. Dieser Artikel wird hier sicherlich dem ein oder anderen eine große Hilfe sein und einige offene Fragen beantworten.

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