OneBiz – Mein Fazit

Es hatte alles so schön angefangen. Gute Crew, coole Idee und perfekte Zeit. Alles in allem war am Start von OneBiz für mich noch alles in Ordnung. Vor allem ein Partner (T.K.) habe ich vertraut.

Doch schon im Sommer 2014 wurde ich langsam stutzig, war jedoch noch immer positiv eingestellt. Mich verwunderte immer mehr das nicht Vorankommen der Technik. Da wurde soviel Geld eingesammelt und noch nicht einmal die einfachsten Dinge funktionierten.

Als dann nur noch Events verkauft wurden war klar: Die Technik ist nicht da, zumindest nicht so wie versprochen. Es sollte ein Produkt für die Masse werden. Versprochen war ein Tool für etwa € 27,- im Monat. Und als Vergütungsmodell ein Marketingplan aus dem Network Marketing. Für mich perfekt… so dachte ich. Ein Tool für monatlich 27 kann man gut verkaufen, der Vergütungsplan sichert bei etwas Werbung alles ab.

Die restliche Geschichte dürfte bekannt sein. Eine neverending story von nicht erfüllten Träumen und Versprechungen. Ich war es damals leid mich permanent für andere Firmen rechtfertigen zu müssen für die Nichterfüllung von Verträgen. Eine Diskussion auf meinem Facebook-Profil auf ein aktuelles Ereignis im Zusammenhang mit OneBiz brachte mir ein Telefonat nachts halb zwei ein mit der nachdrücklichen Bitte (Drohung mit Anwalt) des Löschens der Diskussion.

In meinen Augen hätten sich alle anderen Personen, die selbst nach dem Ausscheiden von T.K. noch für OneBiz engagiert haben viel früher äussern müssen. Die lautstarken Exits im März ´15 kamen viel zu spät und dienten nur noch sich selbst sauber zu halten. Viel früher war schon klar: Die Kommunikation von OneBiz zu seinen Kunden war mehr als tragisch schlecht. Kritische Stimmen wurden mundtot gemacht. Die Technik selbst im Mitgliederbereich (einfache Verwaltung) funktionierte so gut wie gar nicht. Das kann alles sein, vor allem bei StartUps. Damit habe ich kein Problem. Nur bei einem Unternehmen was SEO Tools verkaufen will, sollte es bei der einfachsten Umsetzung von OnlineTools schon stimmen! Und genau das hatte mich sehr zum Nachdenken angeregt.

Ja ich habe bis zum Sommer ´14 ein Team von knapp 500 aufgebaut. Jedoch haben mich die Ungereimtheiten damals davon abgehalten richtig in die Vollen zu gehen. Heute bin ich froh und traurig darüber. Froh, das ich mich nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt habe, traurig, das wir alle so verar…t wurden. Und da haben alle Verantwortung dran, die noch mitgezogen haben.

Ich will keine dreckige Wäsche waschen, ich will nicht behaupten, dass es von Anfang an nicht gut geplant war. Doch wenn man so den Markt durchdringt, wenn man andere Personen nach vorne schickt, um das eigene Produkt zu bewerben dann hat man verdammt noch mal eine Verantwortung! Und wenn diese nicht wahrgenommen wird, dann ist das schlicht und weg unseriös.

Also lieber Produktentwickler: Wenn Du unser Vertrauen willst, wenn Du unser Engagement willst, dann sei offen in der Kommunikation und tue alles, was in Deiner Macht steht, das Produkt erfolgreich zu machen. Und wenn Du 50.000 Menschen ansprichst, dann muss Dein Produkt auch dementsprechend durchdacht und vorbereitet und umsetzbar sein. Zumindest auf dem Papier. Ansonsten trifft Dich der Gegenwind der 50.000 so hart, das dir der Boden unter den Füssen wegweht.

Mein glasklares Fazit: Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht was besseres findet. Und wer jetzt noch OneBiz positiv erwähnt ist wohl beratungsresistent und blind. Finger weg!

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